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Handlungsempfehlung „Passivrauchen“
21588

Handlungsempfehlung „Passivrauchen“

Nur online als PDF zum Download erhältlich.

  • 2020.09
  • DGUV
  • 14
  • DIN A4
  • Deutsch
  • p021588


Der Ärztliche Sachverständigenbeirat „Berufskrankheiten“ (ÄSVB) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 29. März 2019 empfohlen, „Lungenkrebs nach langjähriger und intensiver Passivrauchexposition am Arbeitsplatz bei Versicherten, die selbst nie oder maximal bis zu 400 Zigarettenäquivalente aktiv geraucht haben“ als neue Berufskrankheit (BK) in die Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) aufzunehmen.
Mit dieser Empfehlung liegen die Voraussetzungen für eine Anerkennung nach § 9 Abs. 2 SGB VII (sogenannte Wie-Berufskrankheit, Wie-BK) grundsätzlich vor. Damit besteht für die Unfallversicherungsträger (UV-Träger) die Pflicht, bei Verdachtsfällen von Lungenkrebs durch Passivrauchen eine mögliche Tabakraucheinwirkung am Arbeitsplatz zu ermitteln. Die vorliegende Handlungsempfehlung soll die UV-Träger bei der Ermittlung und Bewertung der arbeitsbedingten Einwirkung durch schädigendes Passivrauchen im Rahmen von BK-Feststellungsverfahren zu der Wie-BK unterstützen. Sie basiert im Wesentlichen auf der wissenschaftlichen Begründung des ÄSVB und den dazu erfolgten Beratungen im UV-Träger/DGUV-Arbeitskreis „Passivrauchen am Arbeitsplatz“.

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