10005

Jahresbericht 2008 des BGIA

  • 2009.01
  • DGUV
  • 70
  • p010005


"Die Zeiten ändern sich.."
(Ovid, 43 v. Chr. bis 17 n. Chr.)

Die Veränderungen in der gesetzlichen Unfallversicherung hatten sich lange angekündigt; mit dem Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz (UVMG) wurden sie 2008 verbindlich. Das Gesetz bringt nicht nur geänderte Strukturen und Kompetenzen mit sich; es setzt mit der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) auch eindeutige thematische Schwerpunkte. - Schwerpunkte, auf die das BGIA gut vorbereitet ist. Denn: Die Themen und Ziele der GDA sind nicht erst seit Inkrafttreten des UVMG auch Themen und Ziele der Präventionsforschung für die Unfallversicherungsträger. Einige Beispiele:

GDA-Ziel "Zahl und Schwere von Arbeitsunfällen verringern"
Die Unfallverhütung zählt zu den klassischen Aufgaben des BGIA. Hierzu gehören auch Unfalluntersuchungen für unsere Träger, die Ergebnisse bringen das Wissen um Unfallursachen und ihre Vermeidung entscheidend voran. Aktuelle Fragen der Unfallprävention drehen sich vor allem um den Einsatz moderner Technologien und zunehmend um das optimale Zusammenspiel von Mensch und Maschine - zwei Gebiete, in denen wir für die Unfallversicherung bereits seit Jahren erfolgreich forschen (vgl. Kapitel 2.7).

GDA-Ziel "Zahl und Schwere von berufsbedingten Haut-Erkrankungen verringern"
Ob Sinn und Zweck von Einmalhandschuhen an Frischetheken, ob Hautgefährdungen bei Seeleuten durch UV-Strahlen, ob Hilfen zur Auswahl von Chemikalienschutzhandschuhen oder die Wirksamkeit von Hautreinigungsprodukten -dies alles sind aktuelle Forschungsthemen des BGIA. Auch der GDA-Forderung nach mehr Hautschutz können wir folglich mit viel Erfahrung und Sachkunde begegnen; das belegen außerdem zahlreiche weitere Beispiele aus diesem Bericht.

GDA-Ziel "Muskel-Skelett-Erkrankungen und -Belastungen am Arbeitsplatz verringern"
Bereits vor mehr als zehn Jahren hat das BGIA begonnen, dieses Thema systematisch anzugehen. Was mit einer Methodenentwicklung seinen Anfang nahm, gehört inzwischen zu einem der wichtigsten Forschungsschwerpunkte; allein fünfzehn laufende BGIA-Projekte im Jahr 2008 belegen, dass sich die Unfallversicherungsträger auch dieses GDA-Ziel bereits zu eigen gemacht haben. Unser gemeinsamer Beitrag zur Prävention von Muskel-Skelett-Belastungen ist schon jetzt groß, und er wird in den kommenden Jahren noch wachsen.

Fazit: Wir müssen uns nicht scheuen, Ovid vollständig zu zitieren: "Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen."..." "Wo sinnvoll und erforderlich", möchte ich allerdings hinzufügen. Denn eines gilt unverändert: Die Arbeitsergebnisse des BGIA werden sich auch zukünftig durch große "Bodenhaftung" auszeichnen, denn sie müssen den Unfallversicherungsträgern und ihren Mitgliedern nutzen. Deshalb werden wir weiterhin betriebsnah beraten, Praxishilfen entwickeln und Praxiswissen auch dort einbringen, wo es um Regeln und Vorschriften geht. Dies tun wir seit fast dreißig Jahren erfolgreich und das soll sich nicht ändern!
A
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