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IFA Report 2/2012: Erfassung arbeitsbedingter Kniebelastungen in ausgewählten Berufen

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  • 2012.05
  • DGUV
  • 132
  • DIN A4
  • p010855

Berufliche Belastungen durch Tätigkeiten im Knien oder Hocken zählen zu den Risikofaktoren für Verletzungen und Erkrankungen der Kniegelenke wie Meniskopathien oder Arthrosen. Da der Kenntnisstand zu Art, Vorkommen und Häufigkeit von Kniebelastungen in einzelnen Berufen als gering einzustufen ist, war es ein Ziel dieser Arbeit, neue Erkenntnisse zur Qualität und Quantität beruflicher Kniebelastungen zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurden in Kooperation mit den zuständigen Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung messtechnische Untersuchungen an verschiedenen Arbeitsplätzen durchgeführt (Studienteil A). Da es z. B. in wissenschaftlichen Studien oder Berufskrankheiten-Feststellungsverfahren eine übliche Methode ist, Probanden bzw. Versicherte per Fragebogen ihre Kniebelastung selbst einschätzen zu lassen, sollte in einem zweiten Studienteil B der Frage nachgegangen werden, wie valide solche Eigenangaben sind.

Für die arbeitstägliche Dauer der Belastungen hat sich gezeigt, dass Zeitanteile von über 50 % einer Arbeitsschicht bei Berufen wie Fliesenleger oder Installateur durchaus keine Seltenheit sind. Gleichzeitig war eine erhebliche Variation der täglichen Kniebelastungszeiten innerhalb der einzelnen Berufe zu beobachten, sodass die Kniebelastung nicht berufsspezifisch, sondern tätigkeitsbezogen zu erheben und einzustufen ist.

Der Einsatz einer aufwendigen Messtechnik in dieser Studie erlaubte erstmals die Untersuchung der Anzahl der täglichen Kniebelastungsphasen und ihrer jeweiligen Dauer in verschiedenen Berufen, der beim Knien, Hocken oder Kriechen eingenommenen Kniewinkelbereiche sowie der Symmetrie der Belastungen bezüglich beider Kniegelenke.

Die Ergebnisse der Arbeit sprechen dafür, aufgrund der Limitationen von Selbsteinschätzungen in zukünftigen Studien verstärkt auch Katasterdaten zur Expositionsermittlung zu nutzen. Die messtechnischen Analysen der Kniebelastungen können einen Beitrag zum Verständnis der Pathomechanismen von Kniegelenkserkrankungen leisten.

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